Verkehrssituation

Aktuelle Informationen aus der Sitzung des Technischen Ausschusses am 06.11.2018:

Bei der Sitzung des Technischen Ausschusses am 6.11.18 wurde die vorgelegte Vorstudie zur Planung und Umsetzung für den Bau der sogenannten Osttangente entlang des Gewerbegebiets Leinfelden vom Gemeinderat mit großer Mehrheit beschlossen. Primäres Ziel der Osttangente ist die Entlastung der Max-Lang-Straße und der Stuttgarter Straße in Leinfelden und Unteraichen, sowie der Tübinger Straße und der Hauptstraße in Echterdingen vom Durchgangsverkehr. Die reinen Baukosten sollen ca. 14 Millionen Euro betragen. Der Bau der Straße soll zeitgleich mit den Baumaßnahmen der Gäubahnstrecke durch das Stadtgebiet erfolgen, da die Osttangente die S-Bahnlinie bei den Schelmenäckern in gerader Linie unterqueren wird.

Die Stadtverwaltung hat in ihrer Planung bereits vorgesehen, dass die Osttangente in einem weiteren Abschnitt vorbei an den Sportstätten Goldäcker mit der alten B27 verknüpft werden kann. Diese Verbindung erachten die Gemeinderäte nahezu aller Fraktionen für unerlässlich und haben daher darauf gedrängt, dass die notwendigen Planungen umgehend und mit großer Dringlichkeit von der Stadtverwaltung vorangetrieben werden.

Mit diesem Beschluss wird ein erster wichtiger Teil unserer langjährigen Forderungen nach einer wirksamen Entlastung Unteraichens vom Durchgangsverkehr erfüllt. Wir werden uns weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass auch die aus unserer Sicht entscheidende Verknüpfung der Osttangente mit der alten B27 rasch angegangen wird. Ebenso werden wir darauf achten, dass der zukünftig weiter zunehmende Durchgangs- und Zielverkehr (u.a. Daimler-Areal im Fasanenweg) bei den Planungen der Stadtverwaltung im Ortsgebiet Unteraichen entsprechend mit Priorität berücksichtigt wird.

Regelung des Verkehrs an der Kreuzung Hohenheimer Str./Max-Lang-Straße

In der Vergangenheit wurden schon intensive Überlegungen angestellt. Auch in Zusammenarbeit mit dem Ing.-Büro Brenner, das eine Kreisverkehrslösung an der Hohenheimer-/Max-Lang-Straße untersucht hatte. Welche jedoch schon aus Platzgründen nicht realisiert werden kann, da die notwendige Fläche nicht vollständig im Eigentum der Stadt ist. Verbesserte Abläufe mit Einbahnstraßenregelungen wurden im Mobilitätsbeirat behandelt und überzeugten die Mitglieder nicht, so dass diese nicht weiterverfolgt wurden.
Die Untersuchung mit Lichtsignalanlagen an den Knoten Hohenheimer -/Max-Lang- / Stuttgarter Straße mit dem Ziel, verbesserte Abläufe zu erreichen, hat die Bürgerschaft nicht überzeugt. Die Regelung zur Entschärfung der Unfallhäufungsstelle am Knoten Hohenheimer -/Max-Lang- / Stuttgarter Straße, indem in der Hohenheimer Straße seit Ende 2015 nur noch nach rechts in die Max-Lang-Straße aus Richtung Stuttgarter Straße abgebogen werden darf, hat die Unfallhäufungsstelle beseitigt. Den Anforderungen an sichere Verkehrsabläufe wurde damit Genüge getan. Hiervon unabhängig sind Defizite in den Verkehrsabläufen hinsichtlich Rückstauungen in den HVZ. Eine Verflüssigung des Verkehrs sollte durch geeignete Maßnahmen erfolgen, diese Auffassung ist mit der Landespolizei abgestimmt. Am Knotenpunkt Maybach Straße / Max-Lang-Straße wird die LSA im Zuge der Sanierung erneuert und eine neue Fahrspur gebaut. Die verkehrlichen Auswirkungen auf den gesamten Knoten und das nachfolgende Netz müssen im weiteren Verlauf beobachtet werden.

Unteraichen ist der vom Durchgangsverkehr am stärksten belastete Ortsteil der Stadt Leinfelden-Echterdingen. Lärm, Abgase und verstopfte Straßen bedeuten große Nachteile für die Bewohner Unteraichens. Diese Situation wird dadurch verschärft, dass die Verkehrsführung in Unteraichen als katastrophal zu bezeichnen ist. Insbesondere führt die zwei Mal abknickende Vorfahrtstraße von der Stuttgarter Straße in die Hohenheimer Straße und hinter den Stadtbahngleisen in die Max-Lang-Straße regelmäßig zu unzähligen Staus und Verkehrschaos.

Wir setzen uns seit Vereinsgründung nachdrücklich dafür ein, dass die vor Jahrzehnten verworfene Planung der Nord-Süd-Straße entlang des Industriegebiets vorbei an den Goldäckern bis zur alten B27 gebaut wird. Allein diese Maßnahme ist dazu geeignet, dass Unteraichen vom weiter zunehmen Verkehr (Ansiedlung Daimler Truck Zentrale, Zunahme Wohnbevölkerung in Steinenbronn und Waldenbuch etc.) nachhaltig entlastet werden kann. Inwieweit die aktuell in Planung befindliche Osttangente (Verlängerung der Maybachstraße am Industriegebiet vorbei bis zu den Schelmenäckern), die frühestens 2021 gebaut werden wird, eine Entlastung bringen wird, ist abzuwarten.

Die aktuellen Planungen der Stadtverwaltung mit der Installation einer Ampelanlage an der Kreuzung Hohenheimer Straße/Max-Lang-Straße, erachten wir in jedem Fall als kontraproduktiv.